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2001
Rallye des trois frontiers - Dreiländerrally
Schweiz - Frankreich - Deutschland / Jura - Vogesen -Schwarzwald
SMVC & VCCSR
3. - 8. 7. 2001
unser Clubmitglied Dr. Helmut Huber aus Linz hat uns seinen Bericht über die Drei-Länder-Fahrt mit Bildern zur Verfügung gestellt den wir mit besten Dank veröffentlichen:
Die Dreiländerrallye hat eine alte Tradition, die
leider mit dem Tod von Peter Fünfschilling vom DAVC Südbaden 1994 abgerissen
ist. Dabei ist mit dieser Gegend ja eine topographische und kulinarische
Landschaft umschrieben, die ihresgleichen sucht. In zweijähriger
Vorbereitungszeit hat Ruedi Wenger vom SMVC NW zusammen mit Daniel Fischlin
vom VCCSR (Veteran Car Club Suisse Romande) eine Strecke ausgesucht, die
diesen Vorgaben wahrlich gerecht wurde - bei diesen Organisatoren keine
Überraschung.
Das Treffen der Teilnehmer fand an einem heißen Tag in
Balsthal statt, einem kleinen Ort inmitten der Juraberge, etwa 30 km südlich
von Basel (und praktischerweise nicht weit von der A 1 Zürich - Bern
entfernt). Die Teilnehmer kamen vornehmlich aus der Schweiz und Frankreich,
aus D und Ö war nur je eine Equipe am Start.
Das Starterfeld war bunt gemischt - vom Fiat Balilla
bis zum RR Phantom, mit einem guten Anteil an Delahaye, Talbot und Delage.
Besonders seltene Stücke waren zwei Voisins (einer mit Figoni-Karosserie) und
ein 1932er Auburn Speedster.
Der erste Tag führte uns zunächst etwa 100 km auf
einer wunderschönen Strecke durchs Jura: Moutier, Porrentruy, dann über eine
sehr kleine Grenzstation (wo der Schnarchfaktor der Wache dafür spricht, daß
die Schweiz auch schon dem Schengener Vertrag beigetreten sein könnte)
Richtung Montbéliard, bis wir am späten Vormittag in Socheaux ankamen. Hier
waren wir wahrlich in der Höhle des Löwen, immerhin ist da Peugeot zu Hause.
Das neu gestaltete Museum ist neben Fortbewegungsmitteln natürlich auch den
anderen Produkten dieser Firma, die es ja schon lange vor Daimlers und Benzens
Zeiten gab, gewidmet: Pfeffermühlen, Nähmaschinen, Werkzeuge u. v. a. m. Am
Nachmittag waren erneut 94 km zu bewältigen; über Belfort und Giromagny
erreichten wir in sommerlicher Hitze den Ballon d'Alsace, mit 1.171 m Höhe ein
ausgewachsener Paß. Ohne Zittern und Zagen schaffte das auch das älteste Auto
in der Veranstaltung, der Ford T des Ehepaars Troesch aus Volketswil; Jürg
Geigys Auburn hatte es etwas schwerer: 5 Liter Wasser mußten nachgeschüttet
werden - wie sich später herausstellte, aufgrund eines versteckten, nur bei
Hitze offenen Risses im Kühler. Quartier bezogen wir für die nächsten zwei
Nächte im Grand Hotel von Gérardmer, nicht ohne uns dieses Quartier mit der
Erkletterung eines zweiten Passes, des Col de Grosse Pierre mit 955 m,
verdient zu haben.
Natürlich schaut man sich bei so einer Rallye die
Wettervorhersagen genau an, und da alle Hotels TV mit Teletext aufwiesen,
konnte man sich mit reichlich Informationen versorgen - manchmal mehr als
einem lieb war. Insbesondere ist mir der Ausdruck "ciel chaotique sur tout la
France" in unangenehmer Erinnerung - wenn auch diese meteorologische Drohung
(oder Bankrotterklärung?) durch bessere Aussichten für den Nordosten des
Landes etwas gemildert war.
Tag 2, Donnerstag, der 5. 7., verlangte von uns eine
Leistung von 160 km. Und natürlich wieder Pässe, Pässe: unser "Hausberg", der
Col de la Schlucht, durch den Teufelsfelsen, brachte uns gleich einmal auf
fast 1.100 m, und dann ging es in dieser Höhe weiter den Vogesenkamm entlang -
ein prachtvoller Ausblick folgte auf den nächsten - diese "Route des crêtes"
("Kammweg") ist sehr empfehlenswert! Dann tauchten wir in die Hitze der
Elsässer Weingegend hinunter, Sonderprüfung und Mittagessen in Orschwihr, eine
sehr willkommene nachmittägliche Erfrischungsstation (präsentiert von den
Elsässer Oldtimerfreunden) in Ammerschwihr, dann über Kayserberg (Geburtsort
von Albert Schweitzer) und den auch wieder fast 1.000 m hohen Col du Bonhomme
zurück nach Gérardmer.
Der nächste Morgen begann um halb sieben mit
Gewittergrollen - aha, der chaotische Himmel hatte uns erwischt. Der Blick aus
dem Fenster zeigt: tiefdunkelgraue Wolken über dem Westufer des örtlichen
Sees, und die Blitze zucken heftig; keine 2 km entfernt. Das war's wohl von
wegen Schönwetter. Um so überraschter waren wir, als wir beim Frühstück schon
wieder in der Sonne saßen und der Himmel sich in unschuldigstem Blau über uns
spannte. Diesen Freitag ging es über die dritte Grenze: Mittagsrast war in Bad
Krozingen - die Rallyeteilnehmer wurden den Kurgästen vorgestellt, im Park,
alles sehr nett und stilvoll. Die Hitze war allerdings ziemlich erbärmlich.
Nachmittags ging es über Stauffen und das Wiedener-Eck - schon wieder waren
wir auf 1.035 m! - hinein in den Schwarzwald, und mit heraushängender Zunge
bzw. mehr als gemütlich warmem Kühler und leicht angebratenen Fußsohlen
schafften wir schließlich mit dem Feldberg (1.277 m) den höchsten Punkt der
Veranstaltung. Nachts am Schluchsee wieder Gewitter, das sich diesmal
allerdings wirklich auch über unserem Hotel entlud - wenn auch bei weitem
nicht so schlimm wie im gar nicht so weit entfernten Straßburg, wo es ja in
dieser Nacht eine fürchterliche Katastrophe gab.
Der Samstagvormittag war schwer verregnet, und wir
mußten uns von den eigentlichen Rallyepfaden (St. Blasien, Schopfheim, Basel)
verabschieden, da wir nach einer provisorischen Bremsenreparatur einen
möglichst risikolosen Weg zurück zum Zugfahrzeug suchten (und dann mit der B
500 in Deutschland und der B 12 in der Schweiz auch fanden). Wäre doch gelacht
gewesen, wenn wir im Jura nicht auch noch eine Uhrenfabrik gesehen hätten: mit
Oris und Revue-Thommen waren es auf diesem letzten Stück Weges sogar deren
2!
Der Schlußabend fand in einem Festsaal der Basler
Messe statt; auf die vielen guten bis hervorragenden Mahlzeiten unterwegs
folgte ein wirkliches Gourmetmenue, und natürlich wurde es wieder "viel später
als beabsichtigt".
Herzlichen Dank an Chantal und Ruedi Wenger, an
Evyanne und Daniel Fischlin und ihre Helfer. Und: Ruedi hat gesagt, daß er
nach 30 Jahren Funktionärspflichten endlich aufhören will zu organisieren....
das allerdings wäre jammerschade!!!! Vielleicht geht sich so eine wunderschöne
Dreiländerrallye in 2 oder 3 Jahren doch wieder aus?
Rallye Mühldorf mit Singer le Mans.
Mühldorf lud
wieder zur Inntal-Motor-Veteranen-Rallye und wie schon so oft nahmen wir diese
Einladung gerne an. Um das Auto und unsere Nerven zu schonen fuhren wir mit
dem Autoreisezug nach Salzburg. Hinten drauf war die große Reisetasche
gepackt . Bei herrlichem Wetter ging es nach Bayern, wo wir pünktlich um 15
Uhr eintrafen. Viele Freunde waren bereits da, alles alte Bekannte aus
Deutschland, Schweiz und Österreich. Es waren über 50 Veteranen (Autos) und
12 Motorräder gemeldet. Von unserem Club waren Werner Schüpferling, Hermann
Tratnik, Heinrich Suter aus der Schweiz, Helmut Czajka, Rudi Ettel und ein uns
aller bekannter, anonym angereister, Heinz Christian am Start.
Der Fahrtag am Samstag entpuppte sich in der ersten Stunde im wahrsten Sinne
des Wortes als eine Kirchturmrallye. An Hand eines Fotos sollte man an der
Strecke eine Kirche erkennen und die genaue Uhrzeit eintragen. Nachdem sich
die bayrischen Kirchen sehr ähnlich schauen, wurden viele genauer unter die
Lupe genommen bis jeder die richtige gefunden hatte.
Erleichtert konnte man sich kurz danach der unumgänglichen Weißwurst
hingeben bevor man zur Mittagsrast nach Wasserburg kam. Eine wunderschöne
Altstadt, welche von einer Innschleife umgeben ist. Wir wurden im Rathaus
empfangen und hatten danach eine gute Stunde Zeit durch die Gassen zu
schlendern.
Auch bei der Nachmittagsetappe ging es auf wunderschönen Nebenstraßen,
teilweise dem Inn entlang nach Mühldorf zurück. Noch immer hatten wir
herrliches Wetter, obwohl starke Gewitter angekündigt waren. Nur die, die den
Nachmittagskaffee und die herrlichen Kuchen zulange genossen, bekamen
ordentliche Windböen und einen Regenguss ab, aber da war es nicht mehr weit
in die Garagen.
Die abendliche Siegerehrung brachte wieder eine reiche
Flut an Pokalen und alle versprachen bei der nächsten Veranstaltung wieder
dabei zu sein.
Beate Czajka

Südtirol Classic 2001 - eine Reise.
Schenna ein kleiner Ort oberhalb von Meran
veranstaltete wieder die Südtirol Classic. 140 Teilnehmer waren gemeldet und
wir waren gespannt wie alles klappen würde. Eingecheckt wurde am Nachmittag,
der Dorfplatz mit angeschlossener Tiefgarage war voller Oldies. Beim
Verkehrsbüro wurden die Unterlagen ausgegeben und unter einem großen Zelt
wurde ein kleiner Imbiss gereicht. Pünktlich um 17 Uhr war Fahrerbesprechung,
denn noch am gleichen Tag gab es eine kurze Strecke nach Lana mit
Zeitkontrolle zu fahren. Reibungslos gingen die Autos in Minutenabständen ab
19 Uhr vom Start ab. Die Strecke war ca. 20 km lang, so dass sich die Autos
begegneten und dies war für alle Teilnehmer sehr abwechslungsreich. Wer nicht
genau aufpasste, verpasste gleich die 2. Zeitkontrolle, bei der 3 km in 5 Min.
30 Sek. zu fahren waren. Einige brausen forsch daran vorbei!
Zum Abendessen wurde in die Burg Schenna geladen, wo ein reichliches
Buffett wartete. Die Crew des AVCA, Kurt Dichtl mit Sohn und wir aßen was das
Zeug hielt und auch der Wein war von der besten Sorte.
Der Start am Freitag war für 8.30 Uhr angesetzt (alle 30 Sek.). Wir waren
mit Startnummer 11 sehr zeitig dran. Alles lief reibungslos ab, dass hörten
wir auch von Fahrern der höheren Startnummern. Gefahren wurde nach einer
farbkopierten Landkarte, in welcher die Strecke deutlich eingezeichnet war. Es
stand die Dolomitenstrecke am Programm und es ging zuerst nach Bozen,
nördlich von Klausen in Richtung Würzjoch, wo auch die Mittagsrast geplant
war. Dazwischen gab es noch Zeitkontrollen mit einer Länge von 5,4 km und
13,7 km. Es kam nie zu einem Stau und in angenehmen Zeitabständen kamen alle
zum Mittagessen. (Tiroler Rollgerstelsuppe, Gulasch und Apfelstrudel).
Über Alta Badia und Corvara
erreichten wir das Grödner Joch um von dort nach Wolkenstein, St. Christina
und St. Ulrich zu kommen. Hier kam es zu einem schweren Unfall. Ein Riley
wurde von einem Opel abgeschossen. Zum Glück war nur eine Hand gebrochen, wenn
man das Auto - Wrack anschaute, konnte man gar nicht glauben, dass nicht mehr
passiert war. Die Umfahrung von Bozen mussten wir über die Autobahn
bewältigen, da es der schnellste Weg war um Schenna zu erreichen. (Freitag ca.
16 Uhr)
Obwohl wir am Samstag "nur" bis Kaltern fuhren, waren
auch an diesem Tag 2 Pässe vorgesehen, nämlich der Gampenpaß und der
Mendelpaß. Alle Teilnehmer hatten Spaß an der herrlichen Strecke. Wir wurden
von BMW, Porsche 356, Jaguar, Mercedes, Austin Healey, RR, Alfa und sonstigen
schnellen Autos überholt, erreichten aber immer in der vorgeschriebenen Zeit
die Wertungen. Zum Abschluß lockte uns das Roadbook ab Terlan nach Mölten,
Vöran und Hafling. Es sah alles ganz harmlos aus, aber diese Strecke war
steiler als alle Pässe und unser Singer begann sogar zu kochen, so dass wir
stehen bleiben mussten. Trotzdem erreichten wir problemlos Schenna.
Die Preisverteilung fand nach dem hervorragenden
Abendessen im Zelt statt. Typisch italienisch um 23 Uhr. Stolz durften wir als
Klassensieger einen Preis nach Hause nehmen. Dazwischen wurde nach Lust und
Laune getanzt und es hörte der ganze Ort mit. Beim Frühschoppen konnten wir
leider nicht mehr dabei sein, weil wir den Autoreisezug ab Villach gebucht
hatten und dieser schon um 12.20 Uhr abfuhr, so dass wir um 5 Uhr Früh Schenna
verlassen mussten - aber wir kommen wieder!
Beate Czajka
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