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  01.04.2008

Die NÖ Classic 2008 hat die Latte hochgeschraubt

Drei Fahrtage mit Historischen von Bj 1907 bis Bj 1940 waren vom Feinsten. So etwas von Begeisterung, Freude und Spaß mit altem Eisen ist selten.

Bei strahlendem Wetter wurde täglich ohne Stress und Startnummern – Geschiebe rund um 9 Uhr gestartet. Auf verschiedenen Strecken fuhren die drei Klassen, A+B bis Bj 1918, C bis Bj 1930 und D bis Bj 1945, mit 45 Fahrzeugen auf leeren Strassen, durch Weinberg- und Waldwege, durch Lösschluchten und eine kleine Furt durch eine herrliche Landschaft.
Immer wieder sich treffend auf gleichen Strecken, manchmal kreuzend, öfters in der Gegenrichtung, führte das doch auch zu leichter (gewollter) Verwirrung. Dazu beigetragen hat auch ein Roadbook, wo manche Null an falscher Stelle stand. Und der begleitende Text, mit Ausrufungszeichen versehen, fand leider keine Beachtung.
So waren etliche Teilnehmer, nett hintereinander aufgereiht (weil einer dem Anderen einfach nachfuhr) inmitten von „sackgegassten“ Weingärten buchstäblich am Ende.
Zu Mittag in Aggstein, im Stift Göttweig oder auf der Rosenburg kamen aber alle wieder rechtzeitig aus den Höhen und Tiefen des südliche Waldviertels.
Und es wurde darüber gelacht, dem armen Veranstalter gedroht und weiter gelacht. Es war eine Riesenstimmung.
Der war sich aber keiner Schuld bewusst, denn er hatte ja eine schwere Strecke angekündigt und schon zu Beginn das Motto „Make your own Rally“ ausgegeben.
Die Teams, die durch ihre Gene zum genauen Fahren und Preisesammeln bestimmt sind fanden das erst Mal weniger lustig. Doch irgendwann wurden sie von der allgemeinen Lockerheit und Freude mitgerissen und sahen, wie alle anderen, den Sinn der Fahrt nicht im „Hundertstelsekundenfahren“ und Strafpunkte vermeiden.
Dazu waren auch die Schönheiten und Verlockungen an der Strecke zu groß. Schließlich befuhren wir ein Weltkulturerbe und Wein gab es hier schon lange vor den Römern – nach dieser Fahrt aber sicher etwas weniger.
Das Stift Melk, die Ruine Aggstein, das Stift Göttweig, die Winzer Krems, das wunderschön gelegene Landgasthaus Weinzierlberg, das Schloss Grafenegg, das Schloss Rosenburg, die Weinstadt Langenlois und die MS Austrian Princess waren uns ein würdiger Rahmen.
Der Abschlussabend am Schiff von Krems nach Melk und retour war sensationell. Nachdem drei Pechvögel verteilt, der Siegfried Marcus - , der Henry Goldhann – und der NÖ Classic – Wanderpokal verteilt übergeben waren, wurden noch die Gewinner von Weinkisten und Hotelgutscheinen per Los ermittelt.
Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, mit fröhlichen, witzigen Teilnehmern, wunderschönen Fahrzeugen, einer anspruchsvollen Strecke die auch erfahrene Fahrer forderte und Spaß ohne Ende.
Wer’s nicht glaubt, frage einen Teilnehmer.
Wir danken nochmals allen Allen für ihr Kommen, und besonders den Briten, den Holländern und den Deutschen Freunden, dass sie so lange Anfahrtswege auf sich genommen haben.
Wir werden ihnen auch nächstes Jahr eine Fahrt der etwas anderen Art bieten.
Versprochen.