Zurück zu: Aktuelle News

  23.06.2017

Der Vorstand des AVCA und die RR Corniche

Unser Präsident hat ja schon mehrmals in der Austro Classic berichtet, wie ein Oldtimer nicht gekauft werden sollte und hat dann doch über das Internet ungesehen eine Corniche gekauft hat.

Ich habe das Gegenteil gemacht und habe eine Corniche von einem Freund gekauft. Diese Corniche war auf der Austria Historic 2015 in Lienz unterwegs, bergauf und bergab, ohne Kochen und Probleme, war daher der Meinung, da ist alles OK.

Die Corniche in der Motor Klassik entdeckt, Freund angerufen, über Preis geeinigt und die Corniche hat uns für den Gegenwert eines Golfs gehört.

Mehrere Wochen später nach Siegen in Deutschland zur Abholung gefahren, nachdem mein Freund nach einem Jahr Standzeit noch einige Reparaturen durchführen hat lassen.

Am Abend vor dem Hotel ließ sich die Corniche nicht absperren. Da hat ein englischer Ingenieur lang nachgedacht und dann keine mechanische Verbindung zwischen Türschloss und Sperrmechanismus geschaffen, sondern nur einen Stellmotor – aber wer stiehlt schon eine Corniche!

Am nächsten Tag ging es dann im Regen von Siegen nach Wien. Da das Cabrioverdeck so konstruiert ist, dass es außen hervorstehend mit der Windschutzscheibe überlappt, muss der Regen seitlich oder nach innen abrinnen – ab 120 kmh überwiegend innen, aber wer fährt so schnell mit einer Corniche. Weil das gesamte Lüftung- und Klimasystem auch nicht funktionierte, waren die englischen Verhältnisse mit Nebel nicht außen, sondern innen. Wir sind aber dann doch im Mai 2016 gut in Wien angekommen.

Beim nächsten Sonnenschein eine offene Rundfahrt nach Heiligenkreuz und dann in die Werkstätte, damit alles repariert wird. Alles bei einer Corniche zu reparieren, ist wahrscheinlich gar nicht möglich, weil es eröffnen sich immer neue Baustellen, so dass das Fahrzeug erst zu Winterbeginn wieder in meine Garage kam.

Im April 2017 wollten wir dann nach Slowenien und Kroatien fahren. Also bei Schönwetter im März eine Probefahrt über den kleinen Semmering, da wollte dann ein neuer Schwimmer im Vergaser nicht mehr schwimmen, da zwei Vergaser vorhanden sind, kamen wir noch rauchend und hustend zu unserer Garage.

ÖAMTC Abschlepphilfe anrufen, hatte noch nie so ein schönes Auto auf seiner Ladefläche, aber die Corniche fühlt sich dort wohl, weil die englische Technik nicht arbeiten muss.

Die zwei Schwimmer im Vergaser waren auch neu, die alten noch vorhanden und mit diesen ist die Corniche wieder hervorragend gelaufen. Jetzt kommt die Fahrt in den sonnigen Süden, das Gepäck in den Kofferraum und ab auf die Autobahn. Da blinkt auf einmal die Batterieladekontrolle bei höherer Drehzahl, also knapp über 100 kmh. In Vöslau runter von der Autobahn und in der bekannten Porsche Werkstätte prüfen, ob es Ladestrom gibt - gibt es nicht!

Zurück zu unsere Garage, alles umladen in den Zodiac, der uns schon seit 1990 begleitet und mit 3 Stunden Verspätung sind wir wieder auf der Südautobahn. Da hatten wir dann keine Probleme, aber auf der Rückfahrt war dann das bekannte Schneechaos im April, welches wir über das Burgenland umfahren.

Wieso ladet die Lichtmaschine nicht? Ist unter der Klimaanlage versteckt, daher leicht auszubauen, haben angenommen, da ist auch der Regler drinnen, es ist aber keiner vorhanden. Nach längerem Studium findet sich der Regler im Kofferraum, wo diesen keiner vermutet, aber wahrscheinlich ist er dort einem englischen Ingenieur aus der Hand gefallen.

Jetzt sind wir ohne Fehler wieder eine Runde über den kleinen Semmering gefahren und hoffen mit der Corniche bei der Voralpenfahrt des AVCA teilnehmen zu können.

Der Kauf eines englischen Autos ist wohl auf Gedächtnisverlust zurückzuführen, weil die perfekte Porschetechnik, nach unterschiedlichen Engländern mit allen Eigenarten, seit längerer Zeit in der Garage überhand genommen hat.

Unser Präsident ist mit seiner Corniche erst im unserem Frühstadium vom Frühjahr 2016 angelangt, weil diese wurde jetzt in der gleichen Werkstätte gesichtet.

Helmut